Die wichtigsten Unternehmensziele für 2025 sind:
- Verbesserung der Kundenzufriedenheit,
- Steigerung der Marktdurchdringung,
- Förderung von Produkt- und Dienstleistungsinnovationen sowie
- Erreichung von Kostenführerschaft
Dabei wird Gen AI zunehmend als entscheidender Enabler gesehen: Über 58 % der Unternehmen setzen Gen AI zur Verbesserung des Kundenerlebnisses ein, fast ebenso viele zur Förderung von Innovationen und Effizienzsteigerung.
Ein zentrales Ergebnis ist die Erkenntnis, dass die Nutzung von Gen AI zunehmend funktionsspezifisch gedacht und geplant wird.
- Beschaffung, Finanzen, HR und GBS verfolgen unterschiedliche Ziele – von der Optimierung der Cashflow-Performance über die Talentbindung bis hin zur Effizienzsteigerung von Payroll-Prozessen.
- Diese funktionale Vielfalt erhöht jedoch die Komplexität in der Umsetzung, weshalb CIOs als Koordinatoren und Enabler in einer Schlüsselrolle stehen.
Die organisatorischen Modelle zur Einführung von Gen AI variieren stark.
- Während 34 % der Unternehmen eine unternehmensgeführte Strategie unter CIO-Verantwortung verfolgen, setzen 30 % auf stark zentralisierte Ansätze.
- Andere arbeiten dezentral mit in Fachabteilungen eingebetteten Teams.
- Die Wahl des Modells hängt maßgeblich von der digitalen Reife und dem Ziel der schnellen Skalierung ab.
Der Nutzen von Gen AI wird bereits heute sichtbar:
- Unternehmen berichten von Produktivitäts- und Qualitätsverbesserungen sowie positiven Effekten auf Kundenerlebnis und Betriebskosten.
- In der Regel bewegen sich diese Effekte im inkrementellen Bereich (bis zu 25 % Verbesserung), einzelne Organisationen erreichen aber auch transformative Sprünge von über 40 %.
Allerdings zeigen sich auch Herausforderungen bei der Skalierung: Die größten Hindernisse sind
- Komplexität bestehender Prozesse und Technologien
- Datenqualität
- Änderungsmanagement
- Unrealistische Erwartungshaltungen
- Mangel an KI-Talenten
- Datenschutz und ethische Bedenken
Taktische Hürden überwiegen derzeit gegenüber strategischen Fragen wie Investitionsbereitschaft oder Geschäftsleitungs-Support. Dies belegt den Wandel vom Experimentieren hin zur Umsetzung skalierbarer KI-Lösungen.
Die Umfrage zeigt, dass der Fokus sich von Experimenten (2024) auf die Bereitstellung echter, geschäftsrelevanter Lösungen (2025) verschiebt.
Für CxOs ergeben sich daraus klare Handlungsfelder:
- Sie müssen sich stärker auf die Gewinnung, Weiterbildung und Bindung von KI-Talenten konzentrieren, gleichzeitig als Möglichmacher und Unterstützer agieren, statt als Gatekeeper.
- Der Aufbau eines strukturierten Rahmens für die Skalierung von KI ist ebenso entscheidend wie die aktive Auseinandersetzung mit Risiken in Bereichen wie Datenschutz, Compliance und ethischen Fragestellungen.
Die Ergebnisse legen den Appell nahe: „Die Generation AI kann nicht warten – und die Unternehmen auch nicht.“
Gen AI steht 2025 im Zentrum der Unternehmensstrategie. Unternehmen, die jetzt konsequent auf KI setzen, werden ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern. Die größten Risiken liegen nicht im Scheitern von KI-Projekten, sondern im Zögern und Abwarten. Unternehmen, die nicht rasch handeln, riskieren, im Wettbewerb zurückzufallen.
CxOs sind gefordert, die Transformation aktiv zu gestalten, Hindernisse zu überwinden und die Organisation auf die nächste Stufe der Wertschöpfung zu führen. Wer jetzt in Technologie, Talent und Prozesse investiert und die Integration von Gen AI konsequent vorantreibt, wird die Produktivität neu definieren und Innovationskraft freisetzen.
Quelle: In Anlehnung an The Hackett Group (2025), GenAI Takes Center Stage


